
Ist die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln eigentlich immer sinnvoll? Gesunde Menschen, die sich ausgewogen ernähren, sind in der Regel nicht von einem Nährstoffmangel betroffen. Allerdings kann der Nährstoffgehalt in Lebensmitteln wie Obst und Gemüse schwanken. Je nach Lagerung und Zubereitung gehen weitere Nährstoffe verloren.
Besonders wasserlösliche Vitamine wie zum Beispiel Vitamin C und Folsäure gehen über Kochen oder Garen verloren. Viele wertvolle Nährstoffe landen dann im Kochwasser, welches weggekippt wird. Besonders Obst verliert gut die Hälfte der Nährstoffe, wenn es erhitzt wird. Eine schonende Zubereitung von Gemüse und kurze Garzeiten verhindern zu große Nährstoffverluste.
Nahrungsergänzung bei seelischem und körperlichen Stress
Durchaus sinnvoll kann bereits eine Supplementierung mit Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) sein, wenn Faktoren wie Stress, Medikamenteneinnahme (darunter fallen auch orale Kontrazeptiva wie „die Pille“), viel Sport, Koffein, Alkohol- und Nikotinkonsum hinzukommen. Sie können die Aufnahme von Nährstoffen hemmen oder dazu führen, dass deutlich mehr Nährstoffe verbraucht werden als über die Ernährung aufgenommen wurde.
Unverträglichkeiten und diätische Ernährung
Bestimmte Ernährungsweisen wie eine vegane Ernährung oder eine Diät, können dazu führen, dass dem Körper auf Dauer wertvolle Nährstoffe fehlen. Aber auch Lebensmittelunverträglichkeiten, die einen Verzicht auf bestimmte Lebensmittel notwendig machen, erhöhen den Nährstoffbedarf. Wer auf Milchprodukte verzichten muss, begünstigt einen Calcium-, Vitamin-D- oder Vitamin-B-Mangel. Ein Verzicht auf tierische Produkte wie Fleisch und Fisch erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen Vitamin-B12-Mangel. Veganer ist daher sogar von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) die Substitution mit Vitamin-B12-Präparaten empfohlen.
Krankheiten und körperliche Veränderungen
Auch ganz natürliche Prozesse im menschlichen Körper, wie Wachstumsphasen, die Menstruation, Schwangerschaften und die Wechseljahre, erfordern eine veränderte und gegebenenfalls erhöhte Nährstoffzufuhr. Bestimmte Erkrankungen können außerdem die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen einschränken, wenn z.B. die Resorption gestört ist.
Medikamente als Nährstoffräuber
Medikamente können zudem die Aufnahme essentieller Nährstoffe hemmen oder deren vermehrte Ausscheidung fördern. Dazu gehören beispielsweise orale Antidiabetika, Säureblocker, Antibiotika, Antidepressiva oder Diuretika. Darüber hinaus lohnt es sich, die individuelle Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen im Blick zu behalten. Eventuell kann man mit einer passenden Nahrungsergänzung mögliche Nährstoffmängel ausgleichen.
Quellen:
https://www.ugb.de/ernaehrungsberatung/vitamin-b12-manchmal-wird-es-knapp/?cobalamin-vitamin-b12
https://www.zeit.de/news/2019-11/27/so-bleiben-vitamine-und-naehrstoffe-erhalten
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